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Nostalgie-Gefühl - LAN-Partys, so wie früher

Nichts tat, nichts lief, alles war gut

Es ist Mittwoch, ich sitze auf der Arbeit im Büro. Mein Smartphone-Display leuchtet auf. Paketankündigung: Voraussichtliche Zustellung heute zwischen 13 und 16:30 Uhr. Klasse, endlich. Auf diese Lieferung warte ich seit einigen Tagen. Ziemlich ungeduldig sogar. Mein neuer Gaming-Laptop. Ich habe es gewagt - nach unzähligen Jahren wage ich tatsächlich den Sprung weg vom großen Gaming-Tower. Ich wage den Sprung rüber zu einem schlanken und ultramobilen Laptop. Endlich auch einmal Anno 1800 oder World of Warcraft auf dem Sofa zocken, ganz gemütlich. Oder Age of Empires. Teil 2 natürlich. Gott, das ist lange her. Beim letzten Frühjahrsputz habe ich einige große Kisten wieder hervorgekramt. Mein altes Gaming-Zeug – alte Spiele für den PC, Hardware wie Mäuse und Tastaturen, Ersatz-Headsets und unzählige Meter an Kabeln. Und mittendrin in diesem Gewühl: Mein alter Switch, mein alter LAN-Verteiler. Irre, dass es den noch gibt. Kennt ihr das, wenn der Blick ins Leere schweift und ihr euch an die guten alten Zeiten erinnert?

Eine neue Welt: Lokaler Multiplayer

Unglaublich, was wir zu dieser Zeit für einen Aufwand betrieben haben. Nur, damit wir in gemütlicher Runde die ganze Nacht zocken konnten. Anfangs noch mit zwei, drei Leuten in einem kleinen Jugendzimmer bei diffusem Licht - Unreal Tournament oder Battlefield 1942, damals noch mit meinen Cousins. Nichts tat, nichts lief, alles war gut. Wir hatten unseren Spaß, erkundeten eine völlig neue Welt: Nichts mehr mit reinem Singleplayer, wir stürzten uns in die Welt des Multiplayer-Gamings. Nicht online, nicht quer verteilt über die ganze Welt. Nein, wir hockten mit unseren riesigen Computern in Jugendzimmern, in Küchen und Wohnzimmern unserer Elternhäuser. Alternativ in Kellern, auf Dachböden und einmal sogar in einer alten Scheune.

Pizza, Chips und Eistee

Unsere Eltern fuhren uns anfangs an den Wochenenden von Haus zu Haus, den Kofferraum bis oben hin vollgepackt mit PC, Monitor und Kabelkiste - und natürlich Bergen von Verpflegung. Wir ernährten uns klassisch von Pizza, Chips und Eistee. Irre. Was unsere Eltern damals mitgemacht haben… Mit der Zeit wurden wir immer professioneller. Wir konnten einschätzen, was und wie viel wir für ein oder zwei Nächte (und Tage) intensivem Gaming benötigten. Jeder von uns hatte eine oder mehrere Kisten oder wahlweise Koffer dabei, dringende Ersatzteile für den PC, Notfall-Mäuse und Tastaturen. Mit jeder LAN wurden wir schneller beim Aufbau, schneller bei der Vorbereitung. Gemeinsam und gegeneinander ging es auf dem Bildschirm hoch her - Counter Strike und Call of Duty kamen dazu, dann zwischendurch eine Runde Warcraft 3 oder auch eine ganze Nacht Diablo 2. Schlafmangel? Kannten wir nicht. Immer offline, immer lokal - aber immer gemeinsam.

Ich bin noch nicht fertig mit dieser Welt

In Momenten wie diesen, da vermisse ich diese Zeit sehr. Wir sind über die Republik verteilt, viele von uns haben mit all der Zockerei nichts mehr am Hut. Aber so richtig fertig bin ich mit dieser Welt noch nicht. Wer weiß - jetzt bin ich ja mobil. Der Laptop ist schnell eingepackt. Headset, Maus und Tastatur dazu. Früher habe ich für all diese Sachen den ganzen Kofferraum meiner Eltern in Beschlag genommen. Jetzt passt alles locker in eine handelsübliche Sporttasche. Schon ein seltsames Gefühl. Ich nehme mein Smartphone in die Hand, wische nachdenklich übers Display. Mal sehen - vielleicht sind ja am Wochenende ein paar von den alten Jungs in der Heimat…?

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