2017 11 20 05 09 09 1
PC Systeme
Notebook
Prozessor
Grafikkarte
Preis
Prozessor
Grafikkarte
Preis

E-Sport auf der Überholspur!

Die Lichter blitzen und über 15.000 Menschen schauen auf nur einen Punkt in der Arena! Es tickt und jeder weiß, dass nun wenige Sekunden zählen: Wird die Bombe entschärft werden können? Schafft der Spieler das Unmögliche und kann die beiden übrig gebliebenen Gegner ausschalten und die Runde noch retten? Hierbei zählt die strategische Raffinesse und die Erfahrung, aber auch das Bauchgefühl des Spielers. Dieses Szenario erwartet uns auf Großevents wie dem PGL Major in Krakau oder der ESL ONE in Köln. Somit ist auch eins klar: Esport ist kein Nieschenmarkt bzw. keine Szene aus der Randgruppe mehr. Die kleinen dicken Nerds müssen sich nicht mehr in ihren Kellern verkriechen um sich mit den anderen Kids zu messen. Aber stop: Dicke Nerds? Stimmt das?

So fängt es an: Wir erleben in den letzten 4 Jahren eine drastische Entwicklung in einer der am schnellsten wachsenden Szenen und Märkte der Welt. Hierzu gehört auch, dass wir nicht mehr von „dicken Nerds“ sprechen müssen. Ein Trugbild, welches aussortiert werden sollte. Der Gamer von heute ist teilweise sportlich, ansonsten normal – könnte sogar einem „Einheitsstudenten“ entsprechen. Dazu kommt, dass Profispieler sich als Influencer viel intensiver mit sich und Ihren Fans beschäftigen müssen. So gehen unsere Spieler (PENTA Sports – CSGO) morgens joggen und besuchen regelmäßig das Fitness-Studio. Klar verzichtet keiner der Spieler auf den ein oder anderen Burger und auch eine gute Pizza sollte nie fehlen – aber – die Zeiten, dass der Spieler von heute nicht mehr auf sich und seine Umgebung achtet, sind vergangen.

Aber was steckt dahinter? Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit diesem Markt und seiner Dynamik, sowie den damit verbundenen, einmaligen Emotionen. Mit nur 17 Jahren Entwicklung und davon 4 Jahren – seit 2013 – des großen Booms stellt der Esport bereits heute in seiner Größe, Umfang und den harten Zahlen Sportarten wie Handball, Ice Hockey oder selbst den Frauenfussball deutlich in den Schatten. Nimmt man die Rangliste anhand der „Enthusiasten“ dieser Sportarten so befindet sich der Esport aktuell unter den besten 3 Sportarten der Welt. Auf Platz 1 finden wir den Fussball, danach den American Football. Platz 3 wird bereits vom Esport besetzt, welcher den Handball auf Platz 4 verweisen konnte.

Nun fragt man sich wie es zu solch einer Entwicklung kommen konnte. Durch das Zeitalter des Internets und durch die Möglichkeit, Spiele via Livestreamingplattformen weltweit von jedem Ort unbegrenzt verfolgen zu können, sind dem Esport keine Grenzen gesetzt. Ganz nach dem Motto „the Sky is the limit“ können Fans aus allen Ländern im Esport partizipieren, spielen oder diesen als Fans verfolgen. Im Fussball ist die Eintrittshürde größer bzw. aufwendiger. Statt von zuhause mit dem eigenen Computer und seinem Team bzw. Kumpels die ersten Turniere zu spielen oder einfach nur zu daddeln, muss man sich hierbei erstmal auf den Bolzplatz bewegen oder einen Verein für weitere mögliche Schritte in einer Fussballkarriere beitreten. Der große Unterschied ist nur, dass Spieler im Esport noch kein System und Strukturen wie im Fussball vorfinden. Es fehlen Verbände, die Anerkennung in fast allen Ländern und auch die Übersichtlichkeit ist durch die vielen verschiedenen Titel nicht gegeben.

Rechnet man nun aber 1 und 1 zusammen und gibt dieser Branche noch weitere 10 Jahre, dann können wir davon ausgehen, dass der Esport in Zukunft alles in den Schatten stellen wird. Aus einer Multimillionen Industrie wird eine Multimilliarden Industrie werden. Alle Variablen hierfür sind gegeben: gerade die sozialen Medien, neue Platformen, Wetten und viele weitere spannenden Entwicklungen – aber auch Technologien – stehen schon perfekt platziert im Ecosystem Esport. Dazu sind Gamer bekannt für ihr „early adoptive“ Verhalten und nehmen neue Plattformen, Systeme und Technologien sehr gut an.

Betrachten wir noch abschließend die Zielgruppe der Gamer, so ist klar, dass mit 14 bis 35 Jahren diese Zielgruppe noch deutlich wachsen und altern wird. D.h. in 10 Jahren werden wir auch von 14 bis 45 Jahren sprechen können. Auch der Anteil der Frauen nimmt weiter zu und Esport Events werden auch für die „Gamerin“ von heute immer attraktiver. Dazu sind Gamer die Zielgruppe der Zukunft. Ob die Gründung einer eigenen Familie, die Anschaffung eines Autos, sicheres Banking, Versicherungen oder die eigenen Karriereziele – Gamer sind die Väter und Arbeitnehmer der Zukunft. Wer dies erkennt und sich mit dem Phänomen Esport ab heute beschäftigt, der kann nur gewinnen.

Wir verändern uns, die Welt um uns verändert sich und auch der Esport hat sich stark verändert. Aus einem kleinen Kind ist nun ein Teenager geworden. Es dauert nicht mehr lange und Papa Fussball muss sich warm anziehen. Entertainment und Sport vereint – was wollen wir noch mehr?

Andreas Schaetzke

CEO KAYDEE / CMO PENTA Sports

LinkedIn Profil

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.