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World of Warcraft Classic - ein neues, altes Abenteuer?

Rückkehr nach Azeroth - lohnt sich das?

Im Jahr 2004 (oder bei uns in Europa in 2005) hat Blizzard Entertainment mit der Veröffentlichung von World of Warcraft die Gaming-Welt verändert - Millionen von Spielern machten sich auf, um die virtuelle Welt von Azeroth zu retten. Vor allem jedoch, um ungezählte Stunden damit zu verbringen, digitale Gegner wie Wölfe, Gnolle und Elementare zu verdreschen. Und natürlich Murlocs. Mit jedem besiegten Gegner erhielten wir wertvolle Erfahrungspunkte, mit etwas Glück sogar stärkende Ausrüstung. Und jetzt bekommen wir im August die Chance, all diese Dinge noch einmal zu erleben. Genau wie früher. Im Laufe der Jahre hat sich World of Warcraft natürlich weiterentwickelt - das riesige MMORPG hat alle paar Jahre seine Updates bekommen. Noch mehr Level, noch mehr Content - noch mehr benötigte Zeit. Und irgendwie hat sich bei vielen Spielern ein beinah unerklärliches Nostalgie-Gefühl entwickelt. Der Ruf nach Classic-Servern wurde laut. Und lauter. Und noch lauter - und jetzt hat Blizzard schließlich nachgegeben. Ende August erscheint offiziell World of Warcraft Classic. Ganz neue Server, jedoch nicht das World of Warcraft von Tag 1 - immerhin die Version von 2006, wenn die ersten großen Bugs bereits ausgebügelt waren. Wir Spieler bekommen endlich die authentische Erfahrung, die wir uns all die Jahre zurückgewünscht haben.

 

World of Warcraft Classic - wollen wir das wirklich?

Aber sind wir uns wirklich sicher, was wir uns da gewünscht haben? Sicher, Vanilla- WoW war schon irgendwie cool. Aber war es vielleicht nicht einfach nur cool, weil es neu war? Weil es viele Dinge gut gemacht hat? Ist es auch heute noch das Spiel, wie wir es in Erinnerung hatten? Viele Änderungen, die im Laufe der Jahre durch die verschiedensten Patches und Addons eingespielt wurden, haben World of Warcraft doch schließlich in vielen Punkten zu einem besseren Spiel gemacht. Ein Beispiel? Klar doch: Wenn ich darüber nachdenke, wie ich als Allianz-Spieler stundenlang eine Gruppe für das Scharlachrote Kloster suchen musste. Ist das Team beisammen, dann müssen sich alle Spieler auf den Weg in den Norden der östlichen Königreiche machen. Zu Fuß. Durch Feindesland. Na, geil. Spielt man dann noch auf einem PvP-Server, dann war man gefundenes Fressen für die Horde - und das entwickelte sich in den meisten Fällen zu einem Spießrutenlauf. Definitiv kein Spaß. Und ist man dann endlich nach ewig langem Fußmarsch am Kloster angekommen, dann müssen Tank zum Fußballtraining oder Heiler urplötzlich der Mutter die Einkäufe ins Haus tragen. Verdammt. Man war halt noch jung. Sind wir wirklich sicher, dass wir das wollen? Auf Level 40 farmen und grinden, um unser erstes Mount bezahlen zu können? Für jedes einzelne Neuverteilen der 2 Skillpunkte massig Gold berappen? Mit 40 verrückten Gamern in den geschmolzenen Kern und Ragnaros und seine Brut vermöbeln?

 

Ja, wir wollen - kämpfen, grinden, fluchen!

Ja, das wollen wir. Ich bin mir ziemlich sicher, dass World of Warcraft Classic für eine ganze Zeit überaus unterhaltsam sein wird - ich werde meinen Account entmotten und für ein paar Wochen wieder Azeroth unsicher machen. Ganz im Ernst: World of Warcraft war damals ein unfassbar interessantes Spiel. Klar, ich werde lange nicht so viel Zeit wie damals investieren. Aber abends gemütlich auf dem Sofa sitzen - zwei, drei Quests absolvieren und sich über jeden hart erkämpften Aufstieg, jede Errungenschaft freuen. Und derbe fluchen, wenn wieder einmal etwas nicht geklappt hat und mein Charakter mit dem Gesicht im Dreck liegt.

Wir sehen uns in Azeroth!

 

Bildrechte liegen bei Blizzard Entertainment, Inc.; veröffentlicht per offizieller Pressemitteilung am 14. Mai 2019.
Link: https://blizzard.gamespress.com/de/World-of-Warcraft-Classic-and-15th-Anniversary 

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